Flüchtlingsdrama – nicht überraschend

Flüchtlingsdrama – nicht überraschend

In meinem letzten Beitrag habe ich auf die nicht mehr zu rechtfertigenden, absurden Vermögensverteilung hingewiesen. Dadurch entsteht soziales Gefälle, Machtpolitik, Unrecht und Unrechtsstaaten, sozialer Unfrieden und Perspektivenlosigkeit für viele Menschen.
Die Bilder des Flüchtlingselends der letzten Tage bewegen und betreffen die meisten von uns.
Selten erlebte ich als Gemeinderätin eine so sachliche konstruktive Debatte im Stadtparlament von Zürich, wie heute, in der es um die zusätzliche Aufnahme von Flüchtlingen in Zürich ging.
Trotzdem hört man Argumente, man muss den Menschen vor Ort helfen, das Boot ist voll, respektive die Schweiz hat zuwenig Platz, das sind „nur“ Wirtschaftsflüchtlinge.
Den Menschen vor Ort helfen scheint mir, aufgrund der vielfältigen und komplexen Ursachen der Flüchtlingsdramen, nicht realistisch, zuimindest nicht kurzfristig. Dies bedarf einiger Paradigmawechsel in globalisierten Machtstrukturen – eine Herkulesaufgabe.
Kein Platz -diese Argument lasse ich nicht gelten, wir müssen nicht mehr Platz brauchen, aber wir können lernen, und sei es nur um den Willen menschlicher Anteilnahme und schlichtem Handeln statt schöner Worte, lernen Platz besser zu nutzen, sprich teilen.
Das Argument „nur “ Wirtschaftsflüchtlinge erachte schlicht und einfach als anmassend. Was würden Sie tun, wenn sie keine Chance für eine Ausbildung oder trotz guter Bildung keine Perspektive für einen Job hätten?
Eine Frage die mir bisher niemand beantworten konnte ist, weshalb braucht es immer mehr Wachstum? Wieso konzentriert man diese Energie der stetigen Wachstumsstrategien und Gewinnmaximierung nicht auf die Frage der Verteilung? Einer gerechten Verteilung?
Handeln wir, bei sich selber kann man am einfachsten anfangen.

Wenn Bilder zu Ikonen werden, können sie Regimes ins Wanken bringen – oder eine Welle der Solidarität auslösen und Leben retten. So wie das Bild der Familie Majid. http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Ein-Bild-und-seine-Geschichte/story/29562905

Heute 19. September Sammelaktion für Menschen auf der Flucht, Kanonengasse 20, Kasernenareal Zürich!