Wirtschaft

Wirtschaft

Weitere wichtige Themen sind Wirtschaft und Finanzen – auch im Zusammenhang mit Raumplanung und Stadtentwicklung.

  • Von der Wachstumsökonomie zur Verteilökonomie
  • Eine zersiedelte Schweiz ist mittel und langfristig volkswirtschaftlich nicht finanzierbar
  • Finanzierung und Unterhalt einer dichten Verkehrsinfrastruktur mit langen Erschliessungswegen verschlingt astronomische Summen
  • Pendlerkultur ist wirtschaftlich nicht nachhaltig
  • Externe Kosten durch Umweltschäden sind zu vermeiden

Lebensstile werden sich je länger je mehr an urbanen Wertvorstellungen orientieren. Die Individualisierung wird zunehmen, die Stadtstruktur einer immer breiteren Bedürfnisspanne Rechnung tragen müssen. Die Nachfrage nach Raumstruktur sich entlang dem Werte- und Verhaltenswandels stark verändern. Künftig wird nicht Besitz, sondern Verfügbarkeit von Räumen nachgefragt werden. Mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, flexiblen Raumstrukturen, mit einem hohen Anteil an gemeinschaftlich nutzbaren Flächen. Es braucht nicht mehr Platz, aber die Möglichkeit diesen zu Teilen. Es Bedarf einfacher Strukturen die umnutzbar, umdeutbar und auch umbaubar sind. Denn die Bedürfnisse werden volatiler und breiter werden. In diesem Sinne lohnt sich ein Fokus auf Verteilökonomie respektive Modelle des Teilens.

Verdichtung ist deshalb auch aus wirtschaftlicher Sicht richtig und wichtig. Verdichtung hat jedoch ihren Preis. Den Bedarf  der wachsenden Ansprüche an Infrastruktur und nach Lebens- und Arbeitsqualität decken zu können, wird künftig eine der grossen Herausforderungen der Städte werden. Auch in finanzieller Hinsicht. In diesem Zusammenhang muss Mehrwausgleich ein Bestandteil von Stadtplanung auch bei Um- und Aufzonungen sein.

Der Grundsatz der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit muss wieder Richtschnur der Steuerpolitik werden. Wer von der Standortqualität und Infrastruktur profitiert, soll sich auch mit Steuern daran beteiligen. Geteilter Profit und geteilte Verantwortung.